Tauchurlaub Ägypten - Tondoba Bay / April 2007
Anfang März 2007, Thom und ich haben beschlossen ausserhalb der Schulferien und ohne unsere beiden Jungs ein paar Tage Erholung und Wärme reinzuziehen. Kein Problem wir buchen, wie schon öfter, Last Minute. Bei der Suche im Internet stosse ich auf Tondoba Bay, da soll es besonders erholsam sein und besonders das Meer soll mit seinen Schönheiten den Vergleich nicht scheuen. Bei den Fotos haben mich besonders die einfachen Unterkünfte angesprochen, das heisst nämlich für mich, kein Make Up, kein Schmuck, keine „Stiletos“ und keine Abendkleider. Ach, wie wünschte ich mir doch wieder einmal so ganz natürlich Urlaub zu machen und sogar Thom kann es sich vorstellen. Tja, Vorfreude ist die schönste Freude, heisst es doch so schön. Das Angebot ist ausgebucht, respektive der Flug.
Die Tage ziehen ins Land, die Woche 13 rückt näher, Ägypten ist ausgebucht und selbst der Super Last Minute hat nichts mehr zu bieten. Am 23. März hat Thom um 13.30 Uhr noch eine wichtige Sitzung und dann könnte es losgehen, aber es ist zum heulen, keine Buchung in Sicht.
Am 22. März entdecke ich einen „nur Flug“ nach Hurghada der noch im Internet herumlümmelt. Sofort sende ich Reisenschnäppchen.com eine Mail und frage nach ob es in Tondoba Bay noch Platz hätte. Am Freitag, 23. März morgens um 9 erhalte ich die Zusage, um 10 habe ich endlich, den bereits aus dem Internet genommenen Flug wiedergefunden und gebucht. Um 10.15h Jungs den Kühlschrank füllen - Koffer packen - 13.15h in den Zug Richtung Genf, drei Stunden Zugfahrt - Ticket abholen – einchecken – 17.15h Thom hat es auch geschafft – 19.15h Abflug Richtung Hurghada – 24.30h Landung– Visum lösen – bereits wartendes Taxi besteigen – 4 Stunden Fahrt durch die Wüste mit Teepause – 5h Ankunft Tondoba Bay – Guet Nacht!
Bereits morgens um 8 Uhr sind wir hellwach und machen uns auf Erkundungstour. Bedouin Valley Lodge sind kleine „Chalets“ aus Naturmaterialien mit einem kleinen Bad. Sie sind einfach und sauber und ohne „Tiere“, abgesehen von ein paar Mücken. Das Leben spielt sich sowieso draussen ab, so dass man selten im Zimmer ist. Nachdem es in den frühen Morgenstunden noch relative kühl ist, ist es an der Sonne bereits angenehm warm. Beim nicht üppigen jedoch guten Frühstück werden wir von Constanze begrüsst. Dabei erfahren wir, dass wir die einzigen Gäste sind zusammen mit Susanne, einer Studentin die ihre Diplomarbeit unter Ägyptens Sonne schreibt. Das heisst wir haben die ganze Woche Rundumservice, die halbwegs europäischen Kochkünste werden nur für uns angewendet, das heisst es gibt natürlich kein Buffet, sondern je ein Menu Mittags und Abends, wahlweise mit oder ohne Fleisch. Wir sind ja auch nicht zum futtern gekommen und eine Woche hält man es locker aus, besonders wenn man Reis mag.
Thom und ich sind eingefleischte Schnorchler und selbst die uns belächelnden Taucher können uns nicht davon abbringen das phänomenale Hausriff täglich stundenlang zu erforschen. Diese Farbenpracht und die Vielfalt unter Wasser fesseln uns immer wieder von neuem. Eine Aufzählung der entdeckten Fisch- und Korallenarten würde den Rahmen sprengen. Auch der Ausflug nach Dolphin Bay hat sich gelohnt trotzdem wir die Delphine nur aus der Ferne gesehen haben. Der einzige Wermutstropfen sind die Wassertemperaturen und der doch noch recht frische Frühlingswind im März. Der von Constanze geliehene Taucheranzug kann da zumindest im Wasser schnell Abhilfe schaffen.
Zu der Anlage und dem Konzept von Tondoba Bay kann man sich sehr gut auf www.blueheavenholidays.com informieren. Was jedoch nicht ersichtlich ist, den Erholungswert der dieser Flecken hat. Zum Beispiel gibt es elektrischen Strom nur von 18.00 Uhr bis Mitternacht und die ganze Anlage ist mit Tongefässen mit Glühbirnen darin, beleuchtet. Das heisst, kein Fremdlicht stört den Blick auf einen Sternenhimmel wie er nur in der Wüste vorkommt. Stellt euch vor, ihr liegt auf einem Kissen guckt in diesen endlosen Sternenhimmel, geniesst den Frieden und die Ruhe. Das ist doch Urlaub pur.
Die acht Tage waren natürlich zu kurz, andrerseits haben wir trotz der langen Anreise einen Urlaub genossen der an Eindrücken, Erholung und Friede nicht zu überbieten war. Wir werden ganz bestimmt wieder kommen, natürlich in der Hoffnung, dass Constanze und Ayman, in ihrem Bestreben dieses Paradies zu erhalten, der Schnauf nicht ausgeht.
Vielen herzlichen Dank bis hoffentlich bald
Gertrud und Thom the snorkelling people from Switzerland







